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Zeckenbiss: So schützen Sie sich vor gefährlichen Folgen

Ein Zeckenbiss ist nicht nur unangenehm, sondern kann auch gefährliche Krankheiten wie Borreliose oder Hirnhautentzündung übertragen. Erfahren Sie, wie Sie sich schützen – und was Sie nach einem Biss tun können.

Mehr Zeckenstiche in der Schweiz

In der Schweiz gibt es immer mehr Zecken – durch die zunehmend milden Winter sind sie sogar bis 2’000 Metern zu finden. Auch Zeckenstiche werden immer häufiger – laut Suva gibt es mittlerweile 15’000 Fälle pro Jahr. Acht von ihnen verursachen so schwerwiegende Folgen, dass die betroffene Person invalid wird. Das Thema ist also sehr ernst zu nehmen.

Zeckenbiss: Was tun?

Wenn Sie eine Zecke bei sich oder einem Familienmitglied entdecken, ist es wichtig, schnell und korrekt zu handeln. So können Sie Ihr Risiko für gefährliche Infektionskrankheiten deutlich minimieren.

Schritt 1: Zecke entfernen 

  • Entfernen Sie die Zecke so schnell wie möglich. Mit einer feinen Pinzette oder einem speziellen Zecken­entferner können Sie die Zecke möglichst nah an der Hautoberfläche greifen. 
  • Ziehen Sie das Tier langsam und gleichmässig heraus, ohne zu drehen. So verringern Sie das Risiko, dass Teile des Mund­werkzeugs in der Haut hängenbleiben. 
  • Desinfizieren Sie die Bissstelle nach dem Entfernen gründlich und bewahren Sie die Zecke auf, um sie gegebenenfalls einem Arzt zu zeigen.

Schritt 2: Bissstelle beobachten

  • Malen Sie mit Kugelschreiber einen Kreis um die Bissstelle und beobachten Sie, ob sich die Haut rot färbt. Typisch für einen Zeckenbiss ist ein geröteter Kreis rund um die Bisstelle.
  • Falls Sie Rötungen oder Schwellungen entdecken oder die Rötung sich gar ausbreitet, sollten Sie direkt einen Arzt aufsuchen. Denn dies können Anzeichen für eine Infektion sein.
  • Auch Grippe­symptome wie Fieber, Müdigkeit oder Gelenkschmerzen können auf eine Zeckeninfektion hinweisen.
  • Warten Sie nicht mit dem Arztbesuch, denn eine frühzeitige Behandlung kann entscheidend sein, um ernsthafte gesund­heitliche Folgen zu vermeiden.
Wichtig
7 Tipps, damit Sie nicht von Zecken gebissen werden
  1. Zecken lauern im hohen Gras, in Sträuchern und  im Unterholz von Wäldern. Meiden Sie diese Orte, dort ist die Gefahr am höchsten.
  2. Wenn Sie abseits der Wege unterwegs sind, sollten Sie lange Hosen und langarmige Oberteile tragen. 
  3. Ziehen Sie Socken über die Hose, damit die Zecken nicht unter die Hose krabbeln können.
  4. Verbessern Sie in der warmen Jahres­zeit Ihren Schutz zusätzlich mit Insekten­schutzmitteln gegen Zecken, die Sie auf Haut und Kleidung sprühen.
  5. Auch ätherische Pflanzen­öle von Lavendel, Rosmarin, Teebaum, Zitrone oder Eukalyptus können Zecken abschrecken.
  6. Nutzen Sie Warnapps gegen Zecken. Auch einige Wetter-Apps bieten spezielle Warnungen für starke Zeckenaktivität.
  7. Suchen Sie Ihren Körper nach jedem Aufent­halt im Freien gründlich nach Zecken ab, vor allem in den Kniekehlen, Achsel­höhlen und am Haaransatz.
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Welche Krankheiten drohen mir nach Zeckenbiss?

Zecken übertragen verschiedene Krankheiten, dies sind die wichtigsten:

  • Die Viruserkrankung FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) kann eine gefährliche Hirnhaut­entzündung verursachen. Es ist möglich, sich gegen diese Krankheit impfen zu lassen. 
  • Bei der bakteriellen Erkrankung Borreliose ist das nicht möglich. Sie ist gut mit Antibiotika behandelbar – vor allem, wenn sie rechtzeitig erkannt wird. Daher ist es so wichtig, bei Verdacht auf eine Infektion frühzeitig einen Arzt aufzusuchen. 

Präventionstipps für Firmen

  • Zeckenbisse gelten als Unfall und sind entsprechend üblicherweise über den Arbeitgeber versichert.
  • Falls Ihre Mitarbeitenden regel­mässig im Freien arbeiten, ist es wichtig, das Team für die Gefahren von Zecken zu sensibilisieren. Das lohnt sich für alle Firmen, denn auch Zeckenbisse in der Freizeit können Krankheiten und Arbeits­ausfälle verursachen. 
  • Darüber hinaus können Arbeitgeber Materialien bereitstellen, um die Sicherheit zu erhöhen, z.B. Arbeits­kleidung, Insekten­schutzmittel oder spezielle Zecken­entferner. So fördern Sie die Sicherheit Ihrer Mitarbeitenden.